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Naturpark Zumberak

Der Reiseführer über den Naturpark Zumberak in Kroatien. Informationen, Tipps & schöne Bilder zur Landschaft, den Wanderwegen und vieles mehr.

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Naturpark Zumberak Der Naturpark Zumberak, Hügellandschaft (um 300 km2) im südlichen Bergland von Zumberak. Benannt nach der alten Burg Zumberak (1793 ausgebrannt; Ruine oberhalb der gleichnamigen Ortschaft). Ausgesprochen karstige Gegend (Dolinen, Höhlen, Klüfte, Karstflüsse) mit Buchen- und Kastanienwäldern. Zerstreute Dörfer mit dicht gedrängten Häusern, die größten davon an den Hauptstraßen (Budinjak, Stojdraga, Gornja Vas, OStrc, SoSice u.a.). Ein Großteil der Ortschaften liegt über 400 m ü.d.M.

Die Gegend war bereits in der Vorgeschichte besiedelt (Budinjak, Siedlung und Nekropole aus der Älteren Eisenzeit, Kalje) als auch in römischer Zeit (Gornja Vas). Seit der Zuwanderung der Kroaten in dieses Gebiet waren Zumberak und Bela krajina (7.–8. Jh.) Bestandteil Kroatiens und unterlagen der Gerichtsbarkeit des neugegründeten Bistums von Zagreb (1094). Zu Zeiten des ungarischen Königs Andreas II. (1204–1235) gehörte Zumberak zu den slowenischen Gemeinden Metlika und Crnomelj und wurde der Mark Krain angegegliedert.

Anfang des 14. Jh. geriet die Kirche in den Einzugsbereich des Patriarchats Alt-Aquileja bzw. des Archidiakonats Görz, was langjährige Streitigkeiten zwischen dem Zagreber Bistum und dem Patriarchat zur Folge hatte; erst 1784 kam ein Teil des Zumberak an das Zagreber Bistum. Das Gebiet wurde in der 2. Hälfte des 15. Jh. von den türkischen Eroberern verwüstet. Aus diesem Grund blieb Zumberak bereits zu Beginn des 16. Jh. fast ohne Bewohner.

Unter habsburgischer Herrschaft wurden die verlassenen Großgrundbesitze mit katholischen und orthodoxen Uskoken (1530 kommen die ersten Gruppen) besiedelt; letztere schließen sich Anfang des 17. Jh. der griechisch-katholischen Kirche an. Im Jahre 1578 wird das Kapitanat des Zumberak dem Kapitanat von Slunj angegliedert und somit Teilbereich der Kroatischen Miltärgrenze. Nach dem Wiederanschluß an Kroatien im zivilen Sinne 1881 wird Zumberak zu einem Verwaltungsbezirk der Zagreber Gespanschaft mit Sitz in Kostanjevec. In der Zeit des Barock werden einige ältere Kirchen umgebaut, so daß nur wenige ihre früheren Stilmerkmale beibehalten haben.

So weisen etwa die Kirchen in Kalj und Zumberak einige Elemente der gotischen Baukunst auf. Griechisch-katholische Glaubensmitglieder bilden lediglich in Zumberak eine kompakte Gemeinschaft. Die älteste griechisch-katholische Gemeinde St. Nikolaus wurde 1620 in Badovinci gegründet. Zu ihr gehörten die Kapellen in SoSice, Kast und Radatovic. Die Kirche St. Petrus und Paulus in SoSice wurde 1756 errichtet. Zumberacko gorje (slowen. Gorjanci) ist ein Grenzgebirge zwischen Kroatien und Slowenien und für den Fremdenverkehr beider Länder von besonderer Bedeutung, zumal für Wanderer. Sein oft getrennt betrachteter Ostteil Samoborsko gorje, das Bergland von Samobor (JapetiC, 880 m), wird seit mehr als hundert Jahren von Ausflüglern und Wanderern gern besucht.

Den Anreiz bilden die vielen gekennzeichneten Wanderwege und Bergpfade, z.B. die Karlovacka-Alpinistentransversale, ferner die Schönheit der Landschaft (Wasserfall Sopote, 60 m, an der KupCina; der Bach Slapnica; Ökodorf Kravljak; Biopark Gabrovica), kleine Ortschaften und alte Burgruinen. Die höchste Erhebung ist die Sveta Gera (1178 m).


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Im Zumberak gibt es mehrere kleine Ortschaften, die wegen ihres ursprünglichen Gepräges gern von Touristen aufgesucht werden (der gesamte Zumberak ist eine Ethno-Landschaft). Zwischen Sosice, Ostrc, TomaSevci, Kalje, Stojdrage und anderen kleinen Ortschaften auf kroatischer und slowenischer Seite sowie den umliegenden größeren Orten Samobor, Bregana, Jastrebarsko, Ozalj u.a. bestehen gute Straßenverbindungen. Ruinen alter Burgen und Schlösser unweit von Stari Grad (Kekici) und der Ringwall bei TomaSevci weisen auf eine langjährige Besiedelung dieser Gegend hin, die jedoch stets spärlich war.

Einige römisch-katholische und griechisch-katholische Sakralbauten (v.a. Kirchen) werden ihrer Schönheit und Besonderheit wegen gerne besucht. Bergwanderungen, Spaziergänge, Jagd und Fischfang sind die wichtigsten sportlich-rekreativen Tätigkeiten in diesem Gebiet. Das gastronomische Angebot umfaßt traditionelle Hausmannskost, Wild- und Fischspezialitäten sowie Weine aus den Anbaugebieten der Plesivica.

Jazovka, natürliche Grube bei Sosice
1943 wurden von den Partisanen die Leichen 250 getöteter kroatischer Soldaten geworfen. 1945 kamen die Opfer der durch das kommunistische Regime getöteten Soldaten und Zivilisten hinzu. Seitdem das Bestehen dieser Grube 1990 in der Öffentlichkeit bekannt wurde, wird alljährlich um den 15. Mai eine Gedenkmesse für die Opfer abgehalten. An der Grube steht ein schlichtes Mahnmal mit den Worten: “Gott, vergib ihnen, denn sie wußten, was sie taten.”

In Kalje, einer Ortschaft 10 km nordwestlich von Kostanjevec befindet sich die Pfarrkirche St. Michael. Diese hat einen Chorraum und einen Triumphbogen aus der Gotik (Einfluß der Zisterzienser aus dem benachbarten Kostanjevica in Slowenien). Im Barock wurde die Kirche erweitert (1672), im Jahre 1821 im klassizistischen Kunststil umgebaut, wovon die Lisenen an Vorderfront und Glockenturm zeugen.

Ostrc, 15 km nordwestlich von Krasic.
Bestehend aus Gornji Ostrc und Donji Ostrc (Ober- und Unter-Ostrc). Die Pfarrkirche der hl. Maria Magdalena bewahrte ihren mittelalterlichen architektonischen Kern mit gotisch ausgemaltem Chorraum und Tonnengewölbe, der nach 1827 erweitert wurde. Der Pfarrhof (vormals ein Herrensitz) wurde 1752 von Bischof ColniC errichtet.


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Die Ortschaft Sosice, 19 km nordwestlich von Krasic.
Die griechisch-katholische Pfarrkirche St. Petrus und Paulus wurde 1756 erbaut. Der einschiffige, im Grundriß rechteckige Bau hat einen polygonalen Chorraum und einen Glockenturm an der Vorderseite; das Innere ist typisch spätbarock-klassizistisch mit Ikonostase. Die um 1828 erbaute Kapelle Mariä Himmelfahrt gehört zur katholischen Gemeinde Ostrc. Der einschiffige Bau hat einen hohen, für die traditionellen Sakralbauten des 19. Jh. charakteristischen Triumphbogen. – Im Nonnenkloster des Basilianerordens (erbaut 1939) befindet sich eine wertvolle ethnographische Sammlung aus dem Gebiet des Zumberak.

Sveta Gera (Sveti Ilija), höchste Erhebung des Zumberak; 1178 m.
Auf dem Gipfel findet man die Wallfahrtskirche St. Elias (15. Jh.). Alljährlich findet am ersten Sonntag nach dem St.-Elias-Tag (20. Juli) eine Wallfahrt statt. Seit 1994 wird zudem am letzten Sonntag im Januar eine Wallfahrtswanderung zur St.-Elias-Kirche veranstaltet. Auf slowenischer Seite befindet sich eine gleichnamige Kapelle.

Zumberak, Ortschaft im Zentralteil des Zumberak.
Oberhalb der Ortschaft sieht man die Burgruine Zumberak (in dt. Quellen Sichelburgh). Nach der Besiedelung durch Uskoken (nach 1530) war hier der Sitz der Uskokenkapitäne. Im Jahre 1793 brannte die Burg aus. – Die kleine einschiffige Pfarrkirche St. Nikolaus (um 1645) hat eine gotische Türeinfassung am Eingang und ein Kreuzrippengewölbe über dem Chorraum. 1744 wurde der Pfarrhof errichtet.

Kontakt:
Adresse: Grdnjaci 57 10432 Bregana
Tel: +385 1 3327 660
Fax: +385 1 3327 661
Web: www.ppzsg.org

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